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Begriff Definition
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Verhaltensökonomie

Die Wissenschaft der Verhaltensökonomie bildet einen Teilbereich der Wirtschaftswissenschaften, der sich den Methoden der Psychologie bedient. Dabei ist die Verhaltensökonomie insofern von der Wirtschaftspsychologie zu trennen, dass ihr Schwerpunkt auf wirtschaftlichem Handeln und Nutzen liegt und nicht auf der Behandlung psychischer Probleme. Zu Beginn der Nationalökonomie im 18. Jahrhundert, berücksichtigte deren Schöpfer Adam Smith auch menschliche Verhaltensmuster. "Was immer jedoch die Ursache der Sympathie sein und auf welche Weise sie auch erregt werden mag, sicher ist, dass nichts unser Wohlgefallen mehr erweckt, als einen Menschen zu sehen, der für alle Gemütsbewegungen unserer Brust Mitgefühl empfindet, und dass uns nichts so sehr verdrießt, als wenn wir an einem Menschen kalte Gefühllosigkeit beobachten." Dieses Zitat stammt aus seinem 1759 verfassten Werk "Theorie der Ethischen Gefühle" und erlaubt einen Blick in den Beginn der freien Marktwirtschaft, in der das Gespenst des Homo Oeconomicus noch nicht sein Unwesen trieb. Das Modell des rein wirtschaftlich denkenden, auf Nutzenmaximierung ausgerichteten Menschen fand erst Ende des 19. Jhd. seinen Weg in die Terminologie der Finanzwelt. Das tendenziell irrationale Handeln des Menschen am Markt erforschte der deutsche Nobelpreisträger Reinhard Selten in seiner Spieltheorie unter dem Namen "Trembling-hand-perfektes Gleichgewicht". Darin beschreibt er zwar den absolut rational handelnden Menschen als fehlerlos, wiederlegt das Konzept jedoch als unrealistisch. Verhaltensökonomen haben heutzutage bereits Stellung bezogen und drängen mit großangelegten Studien die klassischen Rationalisten der Wirtschaft, wie Robert E. Lucas (geb.1937), zurück. Sie beweisen, wie Banker riskante Kredite genehmigen um nur den Anschluss gegenüber erfolgreichen Kollegen nicht zu verlieren. Anleger an Kapitalmärkten lassen sich von exotischen Investitionsformen ködern, um ja nicht die große Chance auf Reichtum zu verpassen. In der Arbeits- und Organisationspsychologie ist der Homo Oeconomicus längst veraltet und wurde bereits vom social man, dem self-actualizing man und, so der aktuelle Stand der Forschung, dem complex man abgelöst.

Versicherungsnehmer

Versicherungsnehmer sind natürliche und juristische Personen, die einen Versicherungsvertrag mit einem Versicherer abgeschlossen haben. Der Versicherer bestimmt die Vertragsbedingungen, da eine Versicherung im Risikoausgleich einer Vielzahl gleichartiger Risiken aus dementsprechend gleichartigen Verträgen besteht. Versicherer müssen alle Verträge zu einem Risiko gleichartig gestalten, um den Risikoausgleich zu erreichen, der die Risiken beherrschbar macht. PFP-Beratung und -Umsetzung für Versicherungsnehmer ist frei von Interessenskonflikten und 100 % frei in der Auswahl der Versicherungsprodukte.

Versicherungspflichtgrenze
Versicherungsvertragsgesetz (VVG)

Im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) sind Rechte und Pflichten von Versicherungsunternehmen, Vermittlern sowie Versicherungsnehmern geregelt. Rückversicherer und Seeversicherung sind davon ausgeschlossen. Nach den Vorschriften, die sich auf sämtliche Versicherungszweige beziehen, folgen Bestimmungen für die einzelnen Sparten sowie Schlussvorschriften.