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Begriff Definition
Geierfonds

Als Geierfonds werden in der Regel Hedgefonds und Private-Equity-Fonds bezeichnet, die auf den Erwerb von Anleihen und Aktien zahlungsunfähiger Unternehmen sowie Staaten spezialisiert sind. Die Investition zielt dabei auf den Verkauf von Unternehmensteilen und nicht auf das operative Geschäft. Die Investoren kreisen sprichwörtlich über dem Opfer und warten auf dessen finanzielles Ende. Alternativ werden gesunde Unternehmensteile fortgeführt beziehungsweise saniert; vorausgesetzt der Liquiditätswert ist gering. Wie Staaten von Hedgefonds bedroht werden können, zeigt der Rechtsstreit zwischen Argentinien und den US-amerikanischen Hedgefonds NML Capital und Aurelius, die nach der Staatspleite 2001 günstige Anleihen kauften um anschließend den Staat auf volle Rückzahlung zu verklagen.

Geldkurs

Als Geldkurs wird der höchste Preis bezeichnet zu dem ein Käufer am Kapitalmarkt bereit ist, ein Finanzprodukt (Wertpapiere, Devisen etc.) zu erwerben. Im Gegensatz dazu wird der Briefkurs als tiefster Preis seitens des Verkäufers definiert. Dieser liegt üblicherweise über dem Geldkurs. Der Verkäufer kann zu dem offerierten Geldkurs verkaufen.

Geldmarktfonds

Geldmarktfonds dienen der Investition in liquide Geldmarktprodukte. Hierzu zählen Anleihen, Schuldscheindarlehen sowie festverzinsliche Wertpapiere mit kurzen Restlaufzeiten. Anleger profitieren von fehlenden festen Laufzeiten, sodass jederzeit das Geld zur Verfügung steht. Die Rendite orientiert sich nah am Marktzins. Bei Geldmarktfonds müssen zudem Ausgabeaufschlag, Depotgebühren sowie Verwaltungskosten entrichtet werden.

Geldumschlag

Im betriebswissenschaftlichen Controlling bezeichnet der Geldumschlag (engl. cash conversion cycle) die Dauer (in Tagen) bis eingesetztes Geld in einem Unternehmen wiedergewonnen wird. Die Kennzahl wird folgendermaßen errechnet:
Geldumschlag = Lagerumschlag (Lagerdauer) + Debitorenumschlag (Inkassoperiode) + Kreditorenumschlag (Lieferantenziel)

Gemeiner Wert (Versicherungen)

Laut §8 Bewertungsgesetz (BewG) wird der Gemeine Wert folgendermaßen geregelt:

(1) Bei Bewertungen ist, soweit nichts anderes vorgeschrieben ist, der gemeine Wert zugrunde zu legen.
(2) Der gemeine Wert wird durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsgutes bei einer Veräußerung zu erzielen wäre. Dabei sind alle Umstände, die den Preis beeinflussen, zu berücksichtigen. Ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse sind nicht zu berücksichtigen.
(3) Als persönliche Verhältnisse sind auch Verfügungsbeschränkungen anzusehen, die in der Person des Steuerpflichtigen oder eines Rechtsvorgängers begründet sind. Das gilt insbesondere für Verfügungsbeschränkungen, die auf letztwilligen Anordnungen beruhen.

Im Falle der verbundenen Wohngebäudeversicherung wird auf Basis des Gemeinen Wertes die Höhe der Entschädigung bei unbewohnbaren Gebäuden (baufällig oder verwahrlost) errechnet.