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Begriff Definition
EBITDA

EBITDA ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl und die Abkürzung für earnings before interest, taxes, depreciation and amortization (dt.: "Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände"). Sie stellt das Betriebsergebnis ohne Verzerrungen dar.
Die Kennzahl wird wiefolgt berechnet:
EBITDA = Jahresüberschuss +/- außerordentliches Ergebnis + Minderheiten + Steueraufwand - Steuererträge +/- Finanzergebnis + Abschreibungen auf das Anlagevermögen - Zuschreibungen auf das Anlagevermögen
EBITDA findet auch in einer bereinigten (engl. adjusted) Variante Anwendung, in der außerordentliche Kosten und Erträge keine Berücksichtung finden. In der Praxis wird die Kennzahl bei der Bewertung von Kreditwürdigkeit von Unternehmen, der Berechnung von gewinnabhängigen Managementgehälter oder betrieblichen Controlling berücksichtigt. Seit 2008 dient sie zudem laut Unternehmensteuerreform zur Berechnung der Zinsschranke. Die Abzugsfähigkeit des Zinsaufwandes ist demnach auf 30 Prozent des EBITDA beschränkt.

EEX
Effekten

Effekten ist ein Sammelbegriff für am Kapitalmarkt handelbare und vertretbare Wertpapiere. Grundsätzlich schließt der Begriff Aktien, Anleihen, Schuldverschreibungen, Pfandbriefe, Derivate sowie Optionsscheine mit ein. Früher wurden generell alle beweglichen Güter als Effekten bezeichnet. Daher fallen nur fungible Fianzprodukte darunter, die in Gattung, Stückzahl oder Nennwert übereinstimmen.

Effektenkommissionsgeschäft

Im Effektenkommissionsgeschäft tritt ein Kreditinstitut im eigenen Namen auf fremde Rechnung und Auftrag zur Abwicklung von Geschäften auf. Dabei fungiert das Geldinstitut als Kommissionär. Diese Geschäftspraxis wird überlicherweise auf den Handel mit Wertpapieren im amtlichen Handel oder am Geregelten Markt angewandt. Für Wertpapiere im Freiverkehr treten Institute als Eigenhändler auf. Banken verpflichten sich der unverzüglichen Ausführungsanzeige, müssen aber die Dritte Partei namentlich nicht aufführen.

Effizienzmarkthypothese

Die Effizienzmarkthypothese basiert auf den Arbeiten des Wirtschaftswissenschaftlers Eugene Fama und ist eine mathematisch-statistische Theorie der Volkswirtschaftslehre. Als Voraussetzung dient die Annahme, dass jegliche Marktteilnehmer rational handeln, über den selben Informationsstand über Vergangenes wie zukünftige Erwartungen verfügen und auf sämtliche Informationen kostenfrei zugreifen können. Anhand der zugrundeliegenden lückenlosen Daten würde eine Einpreisung erfolgen, die einen effizienten Markt zur Folge hätte. Renditen über dem Markt könnten somit nicht erzielt werden und Wertpapieranalysen wären passé. Fama unterscheidet drei Stufen des effizienten Marktes:
1. Schwache Form der Markteffizienz: Vergangene Kursanalysen werden bei der Preisbildung berücksichtigt, jedoch ohne zukünftige Entwicklungen zu beeinflussen. Zusatzinformationen führen zu höheren Renditen.
2. Mittelstarke Form der Markteffizienz: Öffentliche Informationen fließen in die Preisbildung mit ein, ohne Effekt auf zukünftige Preisung. Insiderinformationen verhelfen zu Renditesteigerungen.
3. Starke Form der Markteffizienz: Alle Informationen, inklusive Insiderdaten, dienen der Preisfindung. Marktunübliche Renditen können nicht erzielt werden.
Empirische Untersuchungen zeigten sich Anomalien, die der Hypothese widersprechen. Generell wird die starke Form des Effizienzmarktes in der breiten Literatur als unrealistisch eingeschätzt.